Paul Plut – Ramsau am Dachstein nach der Apokalypse

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Das Album ist bei allen Streaming-Anbietern zu hören. Unter anderem auf Bandcamp und Spotify.

Das Album ist am 22.10.2021 bei Abgesang und Hoanzl erschienen.

Paul Plut signiert das Album gerne. Beim Kauf kannst du eine Anmerkung hinterlassen. Schreib’ deinen Wunsch bitte dort dazu.

Credits

Produziert von Paul Plut und Julia Hager / Musik und Text von Paul Plut / Kontrabass von Marie Pfeiffer / Schlagzeug und Perkussion von Julian Pieber / Klavier von Nastasja Ronck / Mix von Alexander Lausch / Master von Martin Scheer / Visuelles Konzept von Mael Blau / Fotos von Maximilian Huber, Gerfried Guggi und Florian Lierzer / Artwork von Bureau Gerstgrasser / ©+℗ Abgesang 2021

Lyrics

Schwarze Finger

Zoag ma deine schworzen Finger
Zoag ma deine ruaßig schworzen Finger
Mit deine Finger fongst a Tauben
Und schmeißt sie in die ondare Wöt
Mit deine Finger spinnst a Netz
In dem ma si dafongt
Mit deine Finger greifst ins Feier
Schiabst die Gluat zur Seiten
Mit deine Finger legst die Aschen
Zu deiner Eltern Fiaß
Zoag ma deine schworzen Finger
Zoag ma deine ruaßig schworzen Finger
Mit deine Finger trogst is Kitz
Wie gfroren vom Stroßenrond
Mit deine Finger mochst unser Zeichen
Im finstern Eck vom Raum
Mit deine Finger warmst a Kind
Des vergessen hom zum hoin
In deine Finger stechn d’ Spinnen
Die Hirschkäfer, die Libellen
Zoag ma deine schworzen Finger
Zoag ma deine ruaßig schworzen Finger
Mit deine Finger host mi ghoitn
Wie ‘s krocht hot in da Nocht
Deine Finger hom a Faust gmocht
Übern ausgstreckten Arm
Mit deine Finger host an Staudamm
In hundert Teile gsprengt
Mit deine Finger nimmst wos dir gheat,
Die Unschuid, is Leben
Zoag ma deine schworzen Finger
Zoag ma deine ruaßig schworzen Finger
Mit deine Finger schliaßt di Fenster
Vorm nächsten, hoaßen Tog
Mit deine Finger mochst a Schüsserl
Schöpfst Wossa ausm Boch
Mit deine Finger brichst da Brot ob
Von am großen, trocknen Loab
Mit deine Finger setzt die Zwiefi
Fia an ondan Tog

B320

Hoist mi mim Auto von deim Vota
Dest ohne Händ fohrn konnst
Traust di eh nit überhoin
In da Tankstö brennt no ‘s Liacht
Vom Schuidoch rutscht da Schnee
A gfrorene Kotz am Stroßenrond
Und scho samma vorbei
Du reibst da die Kroigal
In deine miaden Augen
Hoitst ‘n Kopf beim Fenster aussi
Wie s’ fliagn die longen Hoor
Deine schen Augen rinnan
De Nosenflügl bebm
Schau beim Billa steht die Michi
Und scho samma vorbei
Bei der Kreizung vorn beim Jungwoid
Do hobm se si darennt
Wo da Asphalt die Loipen kreizt
Wo d’ Sunn so blendt
Wo da gfrorene Boch aufreißt
Wo d’ Fisch mit Vogerl tonzen
Wo d’ Kreizal wie d’ Bleamin
Und starke Bam aus Buama-Knochen wochsen
I schau aussi ausm Fensta
Und siag in Tod im Schnee draussd steh
Und scho samma vorbei
Kurz vor Pruggern bei da Kurven
Hot oana überhoit
Heast es scheppan
Wie ’s hoiat durchs Toi
Wie ’s hoiat durchs Toi

Genesis

Wossa is grunna, hobn s’ gsogt
Nur eiskoits Wossa is grunna, hobn s’ gsogt
Es wor koa Erd, nur Wossa is grunna, hobn s’ gsogt
Nur eiskoits Wossa is grunna
Wind, Schnee, Regen, Blitz
Dunner, Woiken, Nebi, nix, nur
Wossa is grunna, hobn s’ gsogt
Nur eiskoits Wossa is grunna, hobn s’ gsogt
Gipfi, Stroßn, Lift, Kreiz
Wiat, Erbn, Göd, Freid, nur
Wossa is grunna, hobn s’ gsogt
Nur eiskoits Wossa is grunna, hobn s’ gsogt
Reh, Fisch, Spotz, Wuam
Beag, Fösn, Stoa, Schlog
Angst, Tod, Zeit, nur
Wossa is grunna, hobn s’ gsogt
Nur eiskoits Wossa is grunna, hobn s’ gsogt
Mensch, Viech, Vogel, Fisch
Erdn, Liacht
Es wor dunki
Und stü

Kranz

Mama kennt is Liad
Mama kennt ‘s Liad guat
Sie setzt’s, sie pflonzt’s, sie giaßt’s, sie brockt’s, sie hoit’s
Und gibt’s da Frau in Schworz
Mama kennt is Liad
Mama kennt ‘s Liad guat
Sie suacht’s, sie findt’s, sie zreisst’s, sie bindt’s, sie kreuzt’s
Sie biagt’s zu an großen schwaren Kronz
Mama kennt is Liad
Mama kennt ‘s Liad guat
Sie mocht eam a Ketten, a Haartracht, a Schild, an Ponzer
Sie deckt ‘n zua, dass nur is Gsicht aussaschaut
Mama kennt is Liad
Mama kennt ‘s Liad guat
Sie spuckt, sie hoit, sie leckt, sie foit
Sie richt und ziagt, sie kampit, sie fiacht
Die Schuid, die Schuid, die Schuid
Sie wiederhoit
Mama kennt is Liad
Mama kennt ‘s Liad guat
Sie bliat, sie bet’, sie bitt’, sie schliaßt
Die Augn, sie vasteht, sie vagisst, sie hoit
Sie wiederhoit, sie wiederhoit, sie wiederhoit
Sie losst ‘n geh
Mama kennt is Liad
Mama kennt ‘s Liad guat

Katzenburg

Derf i mi bei dir aufwarma
Meine Fiaß san noss und koit
Loss mi a bissl nur aufwarma
Meine Fiaß san noss und koit
Jo, i woas, i bin wo foisch obbogen
Und jetz find i neama zruck
Jo, i hob an foischen Weg eigschlogen
Und jetzt find i neama Hoam
Derf i mi bei dir aufwarma
Meine Fiaß san noss und koit
Loss mit a bissl nur aufwarma
Meine Fiaß san noss und koit
Du mechats goar nix wissen
Wo i herkimm, wer i bin
Boid is finsta, boid is Nocht
Do hob i draußen nix verloren
Sogst, morgen heat ‘s zum regna auf
Und die Wöt de is a ondre
Es is sicher neama weit
Boid scho bist dahoam
Derf i mi bei dir aufwarma
Meine Fiaß san noss und koit
Loss mit a bissl nur aufwarma
Meine Fiaß san noss und koit
I mecht nur die Augen zuamochen
Morgen muass i eh wer ondra sei
I hob mi verlaufen
Im dunkin, finstan Woid
Sogst, morgen heat ‘s zum regna auf
Und die Wöt de is a ondre
Es is sicher neama weit
Boid scho bist dahoam

Vado Mori

I moch mi auf zum Geh
Den andern hinterher
I moch mi auf zum Geh
Hinter mir die nächsten

Kinder vom Meer

Wir san die Kinder vom Meer
San kemma mit’m ersten Schiff
Tauft im soizigen Wasser
Wir san die Kinder vom Meer
Segn die oiten Bam brenna
Die Kadaver am Strand
Malen uns Augen auf die Stirn
Fingernägel schworz
Wir san die Kinder vom Meer
Steigen ausm Körper unserer toten Mutter
Wir san die Kinder vom Meer
Wir schaun so lang in die Sunn
Bis flimmern, die Augen
Starren des gonze Leben long
Ins tiafe Schwoaz
Wir hom koa Ongst
Do unt san mehr von uns
Wir san die Kinder vom Meer
Trogen Woiken wie Kleider
Über d’ obgstreifte Haut
Ohne Fleisch
Ohne Knochen
Ohne Venen
Ohne Bluat
Wir san die Kinder vom Meer
Wir schaun so lang in die Sunn
Bis flimmern, die Augen
Starren des gonze Leben long
Ins tiafe Schwoaz
Wir hom koa Ongst
Do unt san mehr von uns
Wir san die Kinder vom Meer
San da Trost fia dein Herrgott
Nehmen eam bei da Hond
Hoitn die Wöt zom
Wo’s ausandonda klafft
Wir schaun so lang in die Sunn
Bis flimmern, die Augen
Starren des gonze Leben long
Ins tiafe Schwoaz
Wir hom koa Ongst
Do unt san mehr von uns

Ramsau am Dachstein nach der Apokalypse

Beim Kindergorten is ois stü
Die Schauki hutscht im Wind
Im Schwimmbod gibt’s koane Pommes mehr
Und neamd hupft vom Beckenrond
Hinterm Bushittl steht mei Radl
Da blaue Lack hoit tausend Johr
An am schen Tog wird die Erd leise schworz
Da Kielhubersee laa
Die Leitenstroß laa
Die Langlaufloipen laa
In da Raika wohnt da Fuchs
Die schensten Briaf liegen in da Lod
Do liegn s’ no a Zeitl
Durch die Kirchen rinnt da Boch
Bunte Scherbn in da Sunn
D’ Kletterhaken druckt’s aus die Wänd
Die Gipfi recken si stoiz
Neamd do, den ma vamissen
Und neamd, den ma nu föhn
Is blaue Zimmer laa
Die Aufbahrungshalle laa
Die Trafik im Ort laa
Die Serpentinen laa
Die Gletschergondel laa
Die Schlosserei laa
In da Kuchi wochst da Klee

Eitelkeit

I wü Spuren hinterlassen
Moch schware Tritt im Schnee
Pflonz an Bam in meim Garten
Und schau dass a wochst
Dass er gsund is und groß wird
Und mich überlebt
Der Bam wird foin
Die Mutter wird älter
Die Viecher werdn sterbn
Die Sunn wird koit
Unsa Kind wird sterbn
Und davor, hoff i, triffts mi
I bin traurig, so traurig, weil i nie an festen Boden findt
I bin traurig, so traurig, wei i ois verlieren werd
I bin traurig, so traurig, wei i an so vü glab, des ois nit gibt
I bin traurig, so traurig
Wonn er si oschleicht in da longen Nocht
Donn frog i eam: Sterbn, ko ma des lerna?
Er sogt: Na, neama z’ leben is koa Unglück und tuat nit weh
Do is nur Soiz in deine Augen, und Eitelkeit
Es gibt koan Trost
Seine Zähn leichtn
I bin traurig, so traurig, brauchst nit frogen warum
I bin traurig, so traurig, wei i d’ Zeit nit aufhoiten ko
I bin traurig, so traurig, wei des wos zöht nit bleibt
I bin traurig, so traurig
Der Bam wird foin
Da Gletscher wird schmelzen
Jede Spur verwischen
Jede Erinnerung vageh
Jeder Schmerz aufhean
Jede Ongst vaschwinden
Ois löst si auf
I bin traurig, so traurig und wir wissen oi warum
I bin traurig, so traurig, weil i nie an festen Boden findt
I bin traurig, so traurig, wei des mei oanzige G’wissheit is

Hinterm Haus

Hinterm Haus die Narzissen
Wir sitzen in da Sunn
Da Winter is vorbei
I ziag ma den dicken Pulli aus
Mir kimmt vor, i hea a Liad
Des i scho immer kenn
Wia aus oana ondan Zeit
Ois des Toi voi Wossa woa
I versteh die leise Stimm
Vasteh wovon sie singt
I schnapp an Geist und druck ‘n fest zu mir
Sie sogt, a jeder hot sei Zeit
Donn steht ma ‘s Wossa in de Augn
Vor lauter Glück
I bin ehrlich gerührt
Dass i no am Leben bin
Dass i mein Buam aufhebn derf
So a Glück
Hinterm Haus
Bis zu die Stern
So a Glück

B-Seite

Herz

I woat aufs Herz
Dass schlogt, dei Herz
Moch auf di Augn, a dunkis Schworz
Die Angst kriacht durch de Tir
Du hoitst di Luft a Ewigkeit
Blos auf dei gfloitne Lung
I woat aufs Herz
Dass schlogt, dei Herz
A schlofads Gschöpf im blauen Liacht
Tuat an stummen, longen Schrei
Die Brust vadraht, in Puls vaschlogn
Es is, es is, es is

Liner Notes

Bevor das Album erschienen ist, wurde Monat für Monat über den Newsletter ein neues Lied erstveröffentlicht, begleitet von Liner Notes, Demos und alternativen Versionen.

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Reviews

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