Paul Plut, Artist Info

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Livedates und Nachrichten gibt es auf Plut’s Homepage paulplut.com. Er betreibt außerdem einen Newsletter mit Liner Notes, unveröffentlichten B-Seiten Einladungen zu geheimen Konzerten. Bei der Anmeldung gibt es drei seiner „Lieder vom Tanzen und Sterben“: paulplut.com/newsletter/

Live

25.10 Feldkirch, Theater am Saumarkt
31.10 Öblarn, Kunst & Kulturhaus
22.11 Wien, Blue Bird Festival
23.11 Brixen, Dekadenz

Fotos


(c) Gerfried Guggi

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Reviews

„Ein Meisterwerk für alle Ewigkeit.” Dominik Oswald, The Gap
„Album des Jahres”Andreas Rauschal, Wiener Zeitung
„Ein Diamant – hart, aber schön.” Reiner Reitsamer, Musikexpress
„Dialekttexte aus den tiefsten Teilen seiner Seele​. Dass dich gleich einmal der Blues holt, und dann der Teufel.” Fritz Ostermayer, Fm4

Weitere Reviews: paulplut.com/category/reviews/

Pressetext

Paul Plut eröffnet seine Solokarriere – mit Liedern vom Ende. Auf seinem Album-Debüt „Lieder vom Tanzen und Sterben“ präsentiert der Steirer düsteren Dialekt-Gospel zwischen Fliegen und Fallen, Stillstand und Ekstase, Tanz und Tod. 

Mit seiner Deutschpop-Band Viech und der Bluesrock-Formation Marta hat sich Plut in der österreichischen und süddeutschen Musiklandschaft schon über mehrere Jahre verdient gemacht. Im Alleingang zelebriert er Reduktion und überrascht mit großer Intimität. Insgesamt zehn „Lieder vom Tanzen und Sterben“ bilden den finsteren Reigen, der stetig in den Abgrund führt. Es folgten mehr als 60, großteils ausverkaufte Konzerte.

„Es braucht Überwindung, in diese alte Erinnerungskiste zu klettern.”
Auf dem Debüt bearbeitet Plut erstmals seine beiden Suizidversuche vor dem Gebirgsmassiv seiner Heimat Ramsau am Dachstein. Onkel und Großvater verunglückten in den Bergen. Da lag es nur nahe, dass Plut für dieses Projekt künstlerische Abschottung suchte: Erst setzte sich Plut den Hut des Musikers und Texters auf, später den des Aufnahmeleiters und Technikers. „Meine Großmutter hat eine dieser Faschingskisten. Die besteht hauptsächlich aus alten Sachen vom Großvater. Kraxn, Janker, Bixn, so Zeug. Als Bub hab ich mich dann immer als alter Mann verkleidet. Heute braucht‘s Überwindung, in diese alte Erinnerungskiste zu klettern. Hat ein paar finstere Ecken. Und wenn du dich zu weit reinlehnst, dann klappt womöglich der Deckel hinter dir zu.” Das ausverkaufte Album-Release-Konzert in der Wiener Sargfabrik wurde da nicht ganz unpassend gewählt.

Die Wöt is a Gräberföd
Wen dieser ganze Alpenland-Bezug gleich ganz heimelig stimmt, wird von Plut aber sofort wieder aus der Nostalgie-Hängematte geworfen. Etwa wenn er aus der B-Seite „Erdn (Liezen)“ die alternative Version „Erdn (Lagos)“ entwickelt und die Handlung des Trauermarsches mittels tribalistischer Percussion in ein nigerianisches Prayer-Camp verlegt. Wer solche musikalischen U-Turns nachvollziehen will, abonniert am besten Pluts monatlichen Newsletter. Neben Einladungen zu geheimen Konzerten an außergewöhnlichen Orten enthält dieser nämlich auch exklusive Demos (wie den erwähnten Liezen-Edit) und Liner-Notes, die die Entwicklung der Songs rekonstruieren.
Neben Gitarre und Stompbox schichtet Plut in seinen Liedern eine Vielzahl an Feldaufnahmen. Fündig wurde er dafür in den Kirchen und Kellern seiner Heimat. So gibt im Gospel „Vota“ ein ächzender Beichtstuhl den Takt vor. Den dickfelligen Gangster-Psalm „Wer“ begleitet ein tropfender Heizkessel. Dem Trost der kollektiven Erfahrung – etwa in Form spiritueller Mantras in „Vota“ und „Klatsch“ – wirken immer wieder Kompositionen entgegen, die lyrisch und musikalisch mit beiden Händen fest am Wahnsinn kratzen. Insgesamt zehn Lieder zeichnen diese unter- und überbelichteten Bilder schattenweltlicher Landstriche, wie sie der Alpenländler aus seinen Fieberträumen kennt. Plut gelingt ein wuchtiges Debüt vom großen Ende: „Wir wean so laut Klatschen, dass koana heat, wennt Wöt mit an Tuscha untageht.“